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Universitätsklinikum Essen
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Ambulante Versorgung

Die ambulante Versorgung erfolgt über unsere Poliklinik, in unseren Spezialsprechstunden sowie den Spezialzentren unserer neurologischen Klinik.

Unseren Patienten stehen mehrere überregionale Versorgungszentren zur Verfügung.

Bei den Ataxien handelt es sich um Erkrankungen, die bevorzugt das Kleinhirn betreffen. Im Vordergrund steht eine gestörte Koordination von Bewegungen, z.B. des Stehens und Gehens, von Armbewegungen oder dem Sprechen. Es gibt ganz unterschiedliche Erkrankungen, die zu Ataxien führen können. Neben Erberkrankungen [z.B. der Friedreich Ataxie oder den spinozerebellären Ataxien (SCA)] können das seltene Entzündungen oder Stoffwechselerkrankungen sein. In anderen Fällen [z.B. der sporadischen Ataxie des Erwachsenenalters (SAOA)] ist die Ursache noch nicht bekannt. Für die meisten Formen der Ataxien gibt es bisher keine wirksame medikamentöse Therapie. Im Vordergrund steht häufig die intensive Physiotherapie.

Nähere Informationen zu den verschiedenen Formen der Ataxie finden Sie unter www.ataxie.de, der Webseite der Deutschen Heredo-Ataxie Gesellschaft. Hier können Sie verschiedene Informationshefte herunterladen.

Die Sprechstunde wird seit vielen Jahren von Frau Prof. Dr. Dagmar Timmann-Braun geleitet. Frau Timmann-Braun ist seit 1997 Mitglied des Ärztlichen Beirates der Deutschen Heredo-Ataxie Gesellschaft (DHAG). Sie ist Mitglied des Lenkungsausschusses des Essener Zentrums für Seltene Erkrankungen (EZSE).

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201 - 723 - 2180.

Zu den Bewegungsstörungen zählen verschiedene Erkrankungen, die die Körperhaltung und die präzise Ausführung von willkürlichen, aber auch von automatischen, unbewussten Bewegungen beeinträchtigen. Sie sind nicht durch Lähmungen oder Erkrankungen des Skelettsystems bedingt. Die Ursachen der meisten Störungen liegen in den sogenannten Basalganglien. Das sind Zentren, die im Inneren des Gehirns unterhalb der Hirnrinde lokalisiert sind. Auch Erkrankungen des Kleinhirns oder des Rückenmarks führen zu Bewegungsstörungen. Die Möglichkeiten der Behandlung vieler Bewegungsstörungen haben sich in den letzten Jahren durch die Entwicklung wirksamer Medikamente und auch operativer Verfahren deutlich verbessert. Dennoch besteht weiterhin ein großer Forschungsbedarf, da eine Heilung der meisten dieser Erkrankungen auch heute noch nicht möglich ist. In der Ambulanz für Bewegungsstörungen werden Patienten u.a. mit den folgenden Erkrankungen behandelt:

  • Parkinson-Syndrome
  • Tremor-Erkrankungen
  • Dystonien
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Spastik

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201 - 723 - 6302.

Durch die Botulinumtoxin-Injektion können die Symptome von Dystonie und Spastik wie Verkrampfungen, Schmerzen und Fehlstellungen gebessert werden. Unter den typischen Krankheitsbildern die behandelt werden finden sich fokale Dystonie wie zum Beispiel Lidkrämpfe (Blepharospasmus), der Schiefhals (Torticollis spasmodicus) oder die Funktionseinschränkungen beim Schreibkrampf (Graphospasmus). Zudem segmentale und sekundäre Dystonien wie bei einem Spasmus hemifacilais. Des Weiteren werden Bewegungseinschränkungen der Extremitäten, welche nach einem Schlaganfall auftreten können, therapiert.

Seit mehr als 150 Jahren ist bekannt, dass Botulinumtoxin der Verursacher des Botulismus, einer Nahrungsmittelinfektion, ist. 1897 entdeckte der belgische Mikrobiologe von Ermengen das Clostridium botulinum, den Erreger des Botulismus. Dieser Erreger produziert das als Neurotoxin wirksame "Gift". 1817-1822 beschrieb Kerner die Symptomatik als "Wurstvergiftung".

Zu medizinischen Zwecken wurde es erstmalig 1980 von dem Augenarzt A. Scott in Kalifornien eingesetzt. Er behandelte zunächst das Schielen (Strabismus), dann den Lidkrampf (Blepharospasmus) mit Botulinumtoxin. Heute wird Botulinumtoxin mit großem Erfolg bei verschiedenen Dystonien aber auch bei der Spastik von Armen oder Beinen eingesetzt.

Unsere Botulinumtoxin-Ambulanz findet wöchentlich Donnerstags statt.

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201 - 723 - 6302.

Demenz umfasst ein weites Feld an Funktionsstörungen die über eine reine kognitive Beeinträchtigung hinausgehen. Es handelt sich dabei um eine chronische Erkrankung. Demenzen treten in unterschiedlichen Formen auf, von denen die Alzheimer-Demenz die häufigste darstellt. Daneben lassen sich eine Vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Demenz und Frontotemporale Demenz als primäre Demenzen abgrenzen. Verschiedene Ursachen können zu einer Demenz führen. Bei den primären Demenzen sind dies degenerative Prozesse die zu einer Atrophie des Gehirns in charakteristischem Verteilungsmuster führen. Darüber hinaus können Demenzen durch Veränderungen der Hirngefäße (vaskuläre Demenz), entzündlichen Veränderungen des Gehirns, Stoffwechselstörungen oder im Rahmen anderer neurologischer Erkrankungen auftreten.

Unsere Sprechstunde umfasst eine umfängliche Diagnostik und Beratung zu Gedächtnisstörungen, bei Verdacht auf eine dementielle Entwicklung sowie Abgrenzung zu anderen kognitiv Beeinträchtigende Erkrankungen.

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201 - 723 - 2180.

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa jeder zehnte hat das Risiko einen epileptischen Anfall zu erleiden. In der Regel müssen mehrere Anfälle auftreten um von einer Epilepsie zu sprechen. Während eines epileptischen Anfalles kommt es zu rhythmischen, synchronen Entladungen von Nervenzellverbänden im Gehirn, welche sich als generalisierter oder fokaler Anfall präsentieren. Bei fokalen Anfällen ist die Symptomatik meist begrenzt auf eine Körperregion oder eine bestimmte Funktion.

Die Diagnostik besteht aus einer ausführlichen Anamnese, Bestimmung differenzierter Laborwerte, der Aufzeichnung eines EEG und Bewertung sowie Empfehlung zur Bildgebung.

Therapeutisch werden Antiepileptika in Einzel- und Kombinationsmedikation angewendet. In besonders schweren Fällen, welche auf eine Medikation nicht ansprechen, kann eine chirurgische Intervention (Epilepsiechirurgie) notwendig sein.

In unserer Sprechstunde bieten wir die Neueinstellung und Beratung zu bestehenden Medikationen an. Zudem stehen wir für Fragen zu sozialmedizinischen Aspekten (Arbeitsfähigkeit, Fahrtauglichkeit) Schwangerschaft und Epilepsie sowie Notfallmedikation zu Verfügung.

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201 - 723 - 6302.

Die Sprechstunde deckt ein breites Spektrum der Erkrankungen des peripheren Nervensystems und neuromuskulärer Erkrankungen ab. Hierzu gehören u.a. die inflammatorischen Neuropathien (Guillain-Barré-Syndrom, CIDP); hereditäre Polyneuropathien (HMSN); periodische dyskaliämische Lähmungen; Kanalopathien, multifokale motorische Neuropathie, Myositiden sowie vaskulitische Beteiligung des peripheren Nervensystems.

Polyneuropathie ist ein Krankheitsbild mit sehr unterschiedlicher Präsentation und einem breiten Spektrum an Ursachen. Die Sprechstunde für Polyneuropathie deckt das gesamte Spektrum der Diagnostik mit ausführlicher klinischer Untersuchung und Festlegung des weiteren Konzepts bei Erstvorstellung, differenzierte Labordiagnostik, Neurophysiologische Diagnostik (Neurographie, Myographie, Einzelfaser-EMG, evozierte Potentiale) einschließlich der Entnahme von Biopsien mit feingeweblicher Untersuchung und eine genetische Beratung ab. Wir bieten medikamentöse Ersteinstellung und Kontrollen sowie klinische Verlaufskontrollen an.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung neuropathischer Schmerzen wie z.B. der Post-Zoster Neuralgie.

Auch die Diagnostik und Betreuung von Patienten die an einer Motoneuronerkrankung erkrankt sind gehört zu weiteren Schwerpunkten dieser Spezialambulanz. Hierzu gehören dabei sowohl die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) als auch verschiedene Unterformen dieser Erkrankungsgruppe, wie der progredienten Bulbärparalyse, der primären Lateralsklerose und der primären Muskelatrophie.

Eine Terminvergabe ist entsprechend der vorliegenden Krankheitsbildern an folgenden Tagen möglich:

  • Montags: Neuropathien/unklare Erkrankungsbilder
  • Dienstags: ALS-Sprechstunde
  • Mittwochs: Myasthenie-Sprechstunde
  • Donnerstag: Muskelsprechstunde
  • Freitags: Inflammatorische Neuropathien

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201- 723 - 6302.

Ein weiterer Schwerpunkt der Neuromuskulären Ambulanz ist die Behandlung von seltenen neuromuskulären Erkrankungen, insbesonderes des M. Pompe, M. Fabry, der spinalen Muskelatrophie (SMA) sowie von erblichen Amyloidoseerkrankungen (TTR-FAP).
Für diese Krankheitsbilder setzen wir spezielle Medikamente ein (z.B. Enzymersatztherapien, oder Antisense-RNA-Therapien.)
Für einen Termin zur Behandlung dieser Erkrankungen vereinbaren Sie bitte direkt einen Termin im Sekretariat von Herrn Priv. Doz. Dr. med. T. Hagenacker unter +49 (0) 201 - 723 - 6513.

Wir bieten eine interdisziplinäre schmerztherapeutische Diagnostik und Behandlung an.

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In unserer Spezialambulanz für Multiple Sklerose (MS) bieten wir eine umfassende Betreuung an:

  • Diagnosesicherung und Abgrenzung gegenüber anderen immunvermittelten Erkrankungen des Nervensystems
  • Aufklärung und Information über die Erkrankung und verfügbare vorbeugende Therapien (Immuntherapeutika)
  • Zweite Meinung
  • Behandlung mit Immuntherapeutika für den milden/moderaten Verlauf und den hoch-aktiven Verlauf (u.a. Basistherapeutika, Alemtuzumab, Fingolimod, Natalizumab)
  • Ambulante und Stationäre Versorgung bei akuten Schüben
  • Beratung und Behandlung von begleitenden Beschwerden (z.B. Spastik, Schmerzen, Blasenfunktionsstörung)
    Studien zu Erforschung der Ursache und Behandlung der MS

Bei der MS handelt es sich um eine autoimmunvermittelte entzündliche Erkrankung, welche die Hülle der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark betrifft. Dies führt zu einer lokalen Schädigung der Nervenfaser mit entsprechenden neurologischen Funktionsausfällen. Diese können in unterschiedlichen Verlaufsformen auftreten, von denen die schubförmige Symptomausbildung mit vollständigem Rückgang die häufigste ist. Ein Übergang mit stetiger Verstärkung der Symptome ist möglich (Sekundär chronisch progrediente MS). Daneben tritt eine Form auf, bei der sich von Beginn an eine kontinuierliche Verschlechterung einstellt, ohne Auftreten von Schüben (primär chronisch progrediente MS). Die Formen können zum Teil sehr variabel und die Übergänge fließend sein.

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201 - 723 - 85624.

Das Wort Poliklinik stammt aus dem Griechischen "polis" und bedeutet Staat, Öffentlichkeit. Die Poliklinik stellt demnach die Schnittstelle zwischen der Klinik und den Bürgern dar. Hier erfolgt die ambulante Behandlung allgemein neurologischer Beschwerden.

Unsere Neurologische Poliklinik befindet sich im Erdgeschoss des Medizinischen Zentrums.

Für die Vorstellung in unserer Poliklinik brauchen Sie einen Überweisungsschein von einem niedergelassenen Neurologen oder Hausarzt. Bitte bringen Sie vorhandene Arztbriefe sowie CT-/ MRT-Bilder o.Ä. mit.

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201 - 723 - 6302.

Alle Informationen zum SchwindelZentrum Essen.

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In der Vaskulären Spezialsprechstunde bieten wir eine umfängliche Beratung und Diagnostik bei allen neurovaskulären Erkrankungen an. Die Sprechstunde wird vom stellvertretenden Direktor Prof. Dr. med. Martin Köhrmann geleitet der Sprecher der Sektion Neurologie bei der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin ist (DEGUM).

Terminvereinbarung unter: +49 (0) 201- 723 - 6523.

Hier werden jegliche Formen von Kopfschmerzen behandelt.

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