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Forschung

Welche Patienten mit glialen Tumoren könnten von einer MPS1-Inhibition profitieren?

Bei Überexpression des Spindelkontrollpunkt-Regulators MPS1 in glialen Tumoren erhöht eine MPS1-Inhibition im experimentellen Setting synergistisch die Wirksamkeit der Vincristin-Chemotherapie, Strahlentherapie und Applikation von TumorTreatingFields. Mehrere MPS1 Inhibitoren werden aktuell bei anderen Tumorentitäten in Phase 1 Studien ausgetestet.

Wir untersuchten über 100 Proben glialer Tumoren (und Referenzgewebe) mit retrospektiv erhobenen klinischen Daten auf eine Assoziation der MPS1 Expression mit dem klinischen Verlauf und Patienten-/Tumorcharakteristika.

MPS1 war in allen glialen Tumoren überexprimiert, sowie mit dem Überleben der Patienten und der Tumoraggressivität/Malignität assoziiert. Zudem trat bei Patienten mit hoher Expression bereits bei niedrigerem Tumorvolumen eine höhere Symptomlast auf. Wir schlussfolgern, dass Patienten mit unvorteilhafter Prognose und mutmaßlich aggressiven Verläufen am Meisten von einer MPS1-Inhibition profitieren könnten.

 

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Jonas Feldheim ist seit 01.10.2020 als Assistenzarzt in der Klinik für Neurologie tätig.

Die Daten wurden noch am Universitätsklinikum Würzburg im tumorbiologischen Labor (PD Dr. Hagemann/Prof. Löhr) der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie (Prof. Ernestus) erhoben.